monatsübersicht (mit vorschau)

 

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HER MIT DEN BILDERN!

Programm 2

Im Rahmen der WIENWOCHE präsentiert Kinoki - Verein zur audiovisuellen Selbstbestimmung  ein mehrteiliges Filmprogramm, das die Möglichkeiten medialer Interventionen in soziale und politische Prozesse auslotet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Thematisierung gesellschaftlicher Ausgrenzungen sowie die filmische Repräsentation minorisierter Gruppen: Welche Bedeutung hat der Einsatz medialer Mittel für "Minderheiten"-Communitys? Wie haben sich die Bedingungen der Sichtbarmachung und Dokumentation verändert? Welche Rolle spielt das audiovisuelle Archiv im Bezug auf Fragen von Selbstdarstellung und Selbsthistorisierung?

 

Fragen wie diese sollen entlang dreier Themenschwerpunkte erörtert werden: Unter dem Titel "Queerer Aktivismus" begibt sich Kinoki auf die Spurensuche nach den emanzipatorischen Videobewegungen im Wien der 1980er Jahre. Mit "Sozialen Kämpfen und Arbeitsmigration" werden filmische Positionen aus den 1970er/80ern als "solidarische BegleiterInnen" und Ausnahmeerscheinung in der österreichischen Filmlandschaft dieser Zeit vorgestellt. Die Diskussionsveranstaltung "Mit historischen Bildern arbeiten" fragt insbesondere nach der Bedeutung des Archivs und der Auseinandersetzung mit Geschichte im österreichischen Dokumentarfilm nach der Jahrtausendwende.

 

Alle Screenings von DVD und mit anschließender Diskussion.

 

 

SOZIALE KÄMPFE UND ARBEITSMIGRATION

 

Do 27.9. / 19 Uhr - Filmbeschreibungen:

 

John Cook: Ich schaff´s einfach nimmer (A 1972/1973, 50 min.)
Wien vom gesellschaftlichen Rand aus gesehen. John Cook begleitet die Putzfrau Gisi und den Amateurboxer Petrus in ihrem Alltag und visualisiert deren Traum von einem besseren Leben. Der filmische Blick, mit dem hier soziale Existenzen ins Bild gerückt werden, bildet eine Ausnahmeerscheinung in der gängigen Filmlandschaft dieser Zeit. Ich schaff´s einfach nimmer war der erste Film des zur Drehzeit erst seit kurzem in Wien lebenden kanadischen Fotografen John Cook (1935-2001). - Eine leise, traurige Arbeit über Alltagsexistenz und Alltagssprache, entstanden in einer Ära, als beides im Kino noch so unüblich ist wie die befremdliche Tatsache eines unabhängigen Filmemachers. (Harry Tomicek)

 

Goran Rebić: Gekommen bin ich der Arbeit wegen (A 1987, 23 min.)

In Gekommen bin ich der Arbeit wegen, dem ersten Film von Goran Rebić, fährt der Filmemacher gemeinsam mit seinem Vater Ratko Rebić die Stationen von dessen Arbeitssuche in Österreich ab. Ratko Rebić, der 1967 nach Österreich gekommen war, erzählt nicht nur von seinen ersten Stationen in Österreich, sondern auch von den anfänglichen Lebensbedingungen und von der Schwierigkeit Arbeit zu finden. Das Ergebnis ist ein dokumentarisches Roadmovie auf Super 8, das die Geschichte der Arbeitsmigration in der Zweiten Republik aus einem subjektiven Blickwinkel erzählt. Gekommen bin ich der Arbeit wegen bildet bis heute eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der österreichischen Filmlandschaft.

 


Anschließend GESPRÄCH mit Goran Rebić und Mehmet Emir - Moderation: Kinoki

  

 


 

Programm 1: AUTONOME BILDER UND QUEERER AKTIVISMUS

Mo 24.9., 19 Uhr (Teil 1) & Do 4.10., 19 Uhr (Teil 2)

 

 

Links:
www.kinoki.at
www.qwien.at
www.medienwerkstatt-wien.at
www.filmmuseum.at
www.wienwoche.org

  

Termine:
Do, 27. Sep. 2012 19:00 
Eintritt:
EINTRITT FREI