A SINGLE MAN

Tom Ford, US, 2009
99 min., OmU (englisch)
Spielfilm
Ein Tag in der wohl organisierten und doch völlig aus den Fugen geratenen Existenz des Literaturprofessors George Falconer (Colin Firth), das ist alles, was wir im Film „A Single Man“ sehen – vom Aufwachen aus einem Albtraum bis zur spätnächtlichen Rückkehr ins Schlaf­zimmer.
Dem 1962 in Los Angeles lebenden englischen Collegeprofessor George Falconer entgleitet durch den den plötzlichen Tod seines langjährigen Partners Jim der Boden unter den Füßen mit einer solchen Wucht, dass er sich nach acht Monaten der Einsamkeit und wachsender Depression das Leben nehmen möchte. An seinem letzten Tag, der die Handlung des Films ausmacht, trifft er gründliche Vorkehrungen für seinen Abschied und beginnt in dem Wissen um das „letzte Mal“ plötzlich, seine Umgebung und Mitmenschen auf eine neue, sehr intensive Weise wahrzunehmen. Der Tag ist durchzogen von Trauer und Schönheit und der Erinnerung an sein trotz aller Widerstände glückliches Leben mit Jim.

Für sein Regiedebüt hätte Tom Ford, Designer bei Gucci und Yves Saint-Laurent, sich wahrlich einen einfacheren Stoff als den Isherwood-Roman "A Single Man" aussuchen können. Doch der Film mit Colin Firth überzeugt. Sebastian Handke

 Vor acht Monaten kam sein Freund ums Leben, mit der Präzision eines Zen-Meisters bereitet George nun seinen Selbstmord vor. Tom Fords A Single Man ist ein traumwandlerisch schöner, trauriger Film. Rainer Gansera / Süddeutsche Zeitung


- Auszeichnungen -
 
Internationale Filmfestspiele von Venedig 2009
Coppa Volpi: Bester Darsteller (Colin Firth) – gewonnen
    Queer Lion: Bester Spielfilm mit homosexuellem Inhalt – gewonnen
    Goldener Löwe: Bester Film – nominiert

Golden Globe Awards 2010
Bester Hauptdarsteller – Drama (Colin Firth) – nominiert
   Beste Nebendarstellerin (Julianne Moore) – nominiert
    Beste Filmmusik (Abel Korzeniowski) – nominiert

British Academy Film Awards 2010
Bester Hauptdarsteller (Colin Firth) – gewonnen

uvm.