HOLY MOTORS

Leos Carax, FR, 2012
115 min., OmU (französisch)
Spielfilm
Vom Sonnenaufgang bis tief in die Nacht: einige Stunden im Leben von Monsieur Oscar, einer schattenhaften Existenz, die von einem Leben ins nächste schweift. Mal ist er ein Industriekapitän, mal ein Killer, ein Bettler, ein Monster oder ein treusorgender Familienvater….
Einen Tag und eine Nacht hindurch folgt der Film dem wandlungsfähigen Monsieur Oscar (Denis Lavant), dessen Alltag sich als ununterbrochene Abfolge verschiedener Aufträge und Identitäten entfaltet. Mal muss er einen Banker töten, mal als alte Frau in der Pariser Innenstadt betteln, mal eine Tochter von einer Party abholen. Publikum und Auftraggeber der Missionen bleiben im Dunkeln. Unterwegs durchquert Oscars Limousine weit verstreute Bezirke der Filmgeschichte: Groteske, Musical, Thriller, Melo. Irre, und sehenswert. (falter.at)
HOLY MOTORS ist ein ungebändigtes Monster, reich an Eindrücken, Erzähltönen und Bedeutungsebenen. Viele davon lassen sich gar nicht angemessen beschreiben, sondern müssen erfahren werden. Und das ist für einen Film schließlich eines der schönsten Komplimente, die man ihm machen kann: dass ihm Bilder gelingen, die sich mit den Mitteln der Sprache nicht mehr greifen lassen. – critic.de
 
Wenn dann am Ende in einer riesigen Einstellhalle mit den vielen Stretchlimousinen, die dem Film den Titel geben und seinen Figuren einen Rückzugsort, noch eine Dimension mehr aufgeht, beginnt das cinephile Herz zu hüpfen. Holy Motors ist ein Kunstwerk. – Sennhausers Filmblog
 
- Auszeichnungen -
 
    Cannes Film Festival  2012
Prix de la jeunesse

    Locarno 2012
Ehrenleopard für Leos Carax

2016 belegte Holy Motors bei einer Umfrage der BBC zu den 100 bedeutendsten Filmen des 21. Jahrhunderts den 16. Platz.