SCHLINGENSIEF - In das Schweigen hineinschreien

Schlingensief – A Voice that Shook the Silence
Bettina Böhler, DE, 2020
124 min., OmeU
Dokumentarfilm
#de Mit seinen „Heimatfilmen“, seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst hat der Regisseur Christoph Schlingensief über zwei Jahrzehnte den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland mitgeprägt. „SCHLINGENSIEF – In das Schweigen hineinschreien“ von Bettina Böhler unternimmt als erster Film den Versuch, den Ausnahmekünstler Schlingensief, der 2010 im Alter von nur 49 Jahren verstarb, in seiner ganzen Bandbreite zu dokumentieren.

#en Christoph Schlingensief, born 1960 in Oberhausen, Germany, became famous for his work as director of film, theater and opera. He organized events which connected art and politics. Director Bettina Böhler follows his life until his early death in Berlin shortly before his 50th birthday in 2010.

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#de Welch eine Freude, wieder einmal Christoph Schlingensief zuzuhören und zuzusehen! Die gedankliche Schärfe, die schelmische Ironie und die politische Klarheit, mit der er in Bettina Böhlers Film über sich, seine Kunst und seine Filme spricht, lassen den Ausnahmekünstler schmerzlich vermissen, gleichzeitig aber auch quicklebendig auf der großen Leinwand auferstehen. 2020 wäre Christoph Schlingensief 60 geworden. Bettina Böhler ist das große Kunststück gelungen, in nur zwei Stunden und ausschließlich aus Archivmaterial ein Leben und ein Werk durch virtuosen Schnitt neu zu erzählen. Von Schlingensiefs ersten Super-8-Filmen bis zum Fluxus-Oratorium „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ umspannt ihr Film ein 40-jähriges Schaffen und damit auch 40 Jahre (deutsch-)deutscher Geschichte, an der sich Schlingensief Zeit seines Lebens radikal abgearbeitet hat. Meisterhaft montiert Böhler Filmausschnitte und Privatvideos, Theatermitschnitte und viel bislang unveröffentlichtes, neu digitalisiertes Material. Am Ende der Tour de Force bleibt die Frage: Wäre Schlingensiefs Kunst heute so noch denkbar?(berlinale)

#en What a joy it is to listen to and watch Christoph Schlingensief once more! His razor-sharp mind, mischievous irony and the political clarity with which he talks about himself, his art and his films in Bettina Böhler’s documentary make us keenly feel the loss of this exceptional artist. But at the same time, here he is, brought back to life on the big screen. In 2020, Christoph Schlingensief would have turned 60. Bettina Böhler’s brilliantly edited work pulls off the considerable feat of retelling his life and oeuvre exclusively from archive footage in just two hours. From Schlingensief’s first Super 8mm films to his Fluxus Oratorio “A Church of Fear vs. The Alien Within”, her film spans forty years of creativity that also reflects forty years of (German-)German history, with which Schlingensief radically engaged throughout his life. Böhler masterfully assembles film clips and private videos, recordings of theatre performances and copious hitherto unpublished and newly digitalised material. At the end of this tour de force we are left with the question: Would Schlingensief’s art be conceivable in this form today?