YOU ARE EVERYTHING

Lena Geller, DE, 2016
97 min., OmeU (deutsch)
Spielfilm
#de Ein Festival-Roadmovie inszeniert und verfolgt von der jungen Lena Geller. Wegen der rauhen DIY-Optik noch ein Geheimtipp unter den Zeitdokumenten von Portraits einer jungen Generation. Der Post-Corona-Welt könnte dieser Film aber zeigen, wie 3 Jahre vor dem Virus Musik und Leben gefeiert wurden. Polyamor geht es sowieso zu. Love is the drug!

#en You Are Everything is not only the first feature film about the Goa scene, but also the first festival road movie ever. A festival tour of a threesome. A ménage à trois, in which cleseness and conflict, hatred and love show us and them: It's all about being alife!
Es geht um die intellektuellen Berliner Spaßbremsen Georg (Grégoire Gros) und Vera (Eva Kessler), die in ihrem Leben feststecken. Sie hadert mit ihrer Doktorarbeit. Er kassiert als freier Journalist nur Absagen. Kurz vor ihrem geplanten Ostseeurlaub erhält Georg dann den Auftrag, eine Reportage über die Goa-Szene zu schreiben.

Statt Muscheln zwischen Strandkörben zu suchen, geht es also ab auf die Antaris. Dabei bleibt es nicht. Sie lernen den DJ Dave Zuma (Adam Nümm) kennen. Und weil sie eigentlich nichts zu verlieren haben, begeben Georg und Vera sich kurzerhand mit ihm in seinem Hippiebus auf eine Festival-Tour quer durch Europa über den Balkan Richtung Süden. Die Reise ihres Lebens beginnt – untermalt von einer gelungenen Musikauswahl wie Tracks von Ajja bis Cosmo.

Goa-Gesellschaft inspiriert zu wegweisenden Entscheidungen

Dabei entspinnt sich zwischen Georg, Vera und Dave eine leidenschaftliche Amour Fou, in welcher Nähe und Konflikt, Hass und Liebe ihnen deutlich machen: Das alles heißt am Leben zu sein. Sie bewegen sich dabei in der Goa-Szene, in der Freiheit, Liebe, Lebensfreude und das Miteinander mehr zählen als alle gesellschaftlichen Unterschiede. Sie lieben, leiden, beginnen nachzudenken, machen sich frei von Zwängen und treffen wegweisende Entscheidungen.

Goa-Szene zusammen mit Filmfiguren entdeckt

Die Idee zu einem Spielfilm in der Goa-Festival-Szene kam der Drehbuchautorin und Regisseurin Lena sowie Produzent und Kameramann Matthias 2011 auf einer Indoor-Goa-Party in Berlin. Bis da hatten beide nur kleine Goa-Partys erlebt. „Wir haben die Szene in Europa mit unseren Filmfiguren entdeckt“, so Matthias. Bei Szene-Größen, Veranstaltern und Artists rannten sie mit ihrer Idee offene Türen ein. „Wir sind überall mit offenen Armen empfangen worden“, so Lena.

Dreharbeiten auf Goa-Festivals von Antaris bis Tree of Life

Mit einem minimalen Budget ist das zwölfköpfige Filmteam für über 100 Drehtage lang 2011 und 2012 mit zwei alten Autos und einem bunt bemalten Wohnmobil etwa 20.000 Kilometer weit zu zwölf Goa-Festivals gereist wie Spirit Base in Österreich und Ungarn, Life Celebration in Kroatien, Paradise in Österreich, Antaris in Deutschland, Ozora in Ungarn, Sonica in Montenegro, Aurora in Griechenland, Universal Religion in Nepal, Tree of Life in der Türkei, Boom in Portugal und Psy-Fi in den Niederlanden.

Lebensgefahr beim Filmen

Doch nicht alles lief glatt. „Auf der Insel Samothraki wäre ich beinahe von einem Berg in die Tiefe gestürzt. Bei den Dreharbeiten im Meer hätten die portugiesischen Atlantikwellen fast unsere einzige Kamera mit sich gerissen“, berichtet Matze. Autopannen, korrupte Grenzbeamte, Drogenkontrollen, Camping ohne Rückzugsmöglichkeiten gehörten dazu. Lena erläutert: „Da sind auch mal Spannungen vorprogrammiert. Viele Teammitglieder sagen, dass diese Reise sie nachhaltig verändert hat.“

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