El Ángel

Luis Ortega, AR/ES, 2018
114 min., OmeU (spanisch)
Spielfilm

Wenn Sie kein Geld für's Ticket haben, stehlen Sie sich eines. Geld oder Ticket. Carlos ist Dieb. Manchem raubt er gar das Leben. Wahre Story, super Soundtrack und eine (cineastische) Coolness wie lange nicht seit Vincent Vega. 19 Jahr, blondes Haar. Schön wie der Tod in Venedig. Babyface trifft Hodensack. Almodovar produziert, Xavier Dolan grüßt, aber Luis Ortega (Regie, *1980) ist nochmal ganz anders. 118 Minuten knallharte, -bunte Liebe. "You can‘t go back. Only forward." Weil wir am Leben sind. Zum Glück!


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"El Ángel" basiert auf dem wahren Fall des jugendlichen Serienkillers Carlos Robledo Puch, dem die Presse wegen seines guten Aussehens den Spitznamen "Der Todesengel" gab. Der elffache Mörder sitzt heute noch im Gefängnis, mit einer Haftzeit von mittlerweile mehr als 45 Jahren ist er der am längsten einsitzende Häftling, den es in Argentinien je gab.

Der Dieb und Serienkiller Carlos Robledo Puch täuschte zu Beginn der 1970er-Jahre nicht nur seine Familie und die Polizei, sondern hielt ganz Argentinien in Atem. Über Nacht avancierte „El Ángel de la muerte“, wie ihn die Presse taufte, zu einer Berühmtheit.

Der argentinische Regisseur Luis Ortega verfilmte, mit niemand geringerem als Pedro Almodóvar als Produzent, die wahre Geschichte des „Todesengels“. Dabei beleuchtet er eine Epoche der argentinischen Geschichtsschreibung, die bis dato in der Filmgeschichte kaum beachtet wurde. Mit einem groovigen Soundtrack, in knallbunte Farben getaucht und einem sensationellen Hauptdarsteller, dem man auf Anhieb verfällt, kann man bei EL ÁNGEL keine Sekunde den Blick von der Leinwand abwenden.

»Das Gestern war nicht weniger grausam als das Heute, aber in EL ÁNGEL sieht es wenigstens verdammt gut aus.« Viennale

Auszeichnungen

  • Bester Hauptdarsteller, Filmfestival Havanna 2018
  • Bester Hauptdarsteller, Premio Fénix 2018
  • Un certain regard, Filmfestspiele Cannes 2018