FUTUR DREI ¦ schikaneder #GAYday

Faraz Shariat, DE, 2020
92 min., OmeU
Spielfilm

Termine

30.10.2020 | 21:30
Saal
02.11.2020 | 21:30
Saal
04.11.2020 | 19:30
Saal
de An alle Außenseiter, Leute aus den Bundesländern, an alle, die sich schon mal fremd fühlten oder fühlen, hier ist euer Platz: im Kino bei FUTUR DREI. Der Film ist frisch wie sein erst 1994 geborene Regisseur. Parvis wird beim Ladendiebstahl erwischt und zu Sozialstunden verdonnert. In einem Flüchtlingsheim, das so gar nicht unseren Klischees entspricht, lernt er Hass und Liebe kennen. Grindr-Dates, Party, Rausch, Sailor Moon und Asyl. Migrantischer Barebackground und geile Integration – darf man das? Ein schrilles und doch sensibles, poppig potentes Plädoyer für Dignity&Diversität. Nichts weniger, als eine neue Stimme im deutschen Film.

First Steps Award, Teddy Award, eben auf der Berlinale bestaunt & schon exklusiv bei uns im Schikaneder in Originalfassung mit englischen Untertiteln!

en Filmmaker Faraz Shariat’s exuberant, heartfelt, and slyly funny autobiographical debut shines an empathetic and hopeful light on a generation of displaced youth finding their place in the world.

RESERVIERTE KARTEN BITTE SPÄTESTENS EINE HALBE STUNDE VOR VORSTELLUNGSBEGINN ABHOLEN. ALLE KARTEN SIND PLATZKARTEN. BITTE DIE MASKENPFLICHT ZU BERÜCKSICHTIGEN. DANKE!

Parvis wächst als Kind der Millenial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner Iranischen Einwanderer-Eltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität wurde „Futur Drei“ beim First Steps Award 2019 als Bester Spielfilm ausgezeichnet, Shariats junges Darsteller*innen-Ensemble (Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, Benjamin Radjaipour) erhielt den Götz-George-Nachwuchspreis. Auf der Berlinale, wo der Film im Panorama seine Weltpremiere feierte, wurde „Futur Drei“ mit zwei Teddys (Bester Spielfilm, Leser*innen-Preis) geehrt.