ANDY WARHOLS FRANKENSTEIN & JAN SOLDATS STAGING DEATH | Til Midnight Movies

Paul Morrissey, US/IT, 1973
95 min., enOV

Termine

05.02.2023 | 22:15
Saal
Ein Abend im Zeichen Udo Kiers: Nachdem wir uns von der frühen Schlachtplatte ANDY WARHOL’S FRANKENSTEIN pfählen haben lassen, zeigt uns Jan Soldat mit seinem 8-minütigen Collage-Kurzfilm STAGING DEATH noch ganz schön viele weitere Arten des Ausdemlebenschreitens. Natürlich alle anhand der blauäugigen Schauspielikone, denn: „Niemand stirbt schöner als Udo Kier“ (Markus Keuschnigg).

‼ Am 20.1. in Anwesenheit von Regisseur Jan Soldat

▶ ANDY WARHOL’S FRANKENSTEIN
(OT: FLESH FOR FRANKENSTEIN)
Paul Morrissey, 1973, US/IT, 95min., enOV
Zwischen dem angeblich allerersten Science-Fiction-Roman der Literaturgeschichte (Mary Shelley’s Frankenstein) und der für damalige Verhältnisse äußerst anstößigen und ultrablutigen Adaption mit Parodieanstrich (Andy Warhol’s Frankenstein) sind in der Tat viele kultige Untote zum Leben erweckt worden. In den frühen 30er Jahren hat James Whale mit seinen Frankenstein-Verfilmungen das Horrorgenre, wie wir es heute kennen und lieben, maßgeblich mitgeprägt. In den 50er Jahren haben die britischen Hammer-Studios dann, durch wortwörtlich neuen Farbanstrich von Horrorklassikern wie Dracula oder Frankenstein, zum ersten Mal rotes Blut über die Leinwand fließen lassen. Das Vorhaben von Paul Morrissey dürfte folgerichtig gewesen sein, die bisher blutigste Adaption des Stoffes darzulegen. ANDY WARHOL’S FRANKENSTEIN kann als ein Kick-Starter der 70er-Jahre-Splatterwelle betrachtet werden, der viel Sonderbares vollbringt, wie zum Beispiel Trash-Aficionados ebenso wie Fans klassischer Malerei abzuholen. Prove us wrong!

▶ STAGING DEATH
Jan Soldat, 2022, AT, 8min., OV
Der in Wien lebende Regisseur Jan Soldat ist seit Jahren für seine intimen und expliziten Portraits unterschiedlicher Lebensentwürfe und -realitäten bekannt. Ausgerechnet mit einem ziemlichen Ausreißer seines Werks ist er 2022 in Cannes gelandet: In seinem Kurzfilm STAGING DEATH lässt er den umtriebigen Udo Kier acht Minuten lang dutzende Tode sterben. Soldat reiht sämtliche Sterbeszenen aus Kiers Filmographie mit großem Taktgefühl aneinander und eröffnet uns einen etwas anderen Blick auf das (hoffentlich noch lange nicht abgeschlossene) Werk des Schauspielers. Was sich anfangs vielleicht fies anhört, ist in Wirklichkeit eine tiefe und nerdige Verbeugung vor dem schillernden Darsteller, die schöner Weise auch noch richtig viel Spaß macht.

Weitere Vorstellungen ohne Q&A:
26.1. um 22:15
31.1. um 22:15
05.2. um 22:15