This Human World

this human world holt internationale und nationale Filme von hoher Qualität nach Wien, welche sich auf verschiedenste Weise mit gesellschaftspolitischen Umständen, Problemen und Herausforderungen auseinandersetzen und die den weltweiten Umgang mit Menschenrechten auf die Leinwand bringen.

Die Filme - bildgewaltig, eindrücklich, mitreißend, humorvoll, bewegend - versuchen ein breites Spektrum aufzuzeigen, das sich zwischen cineastischem Genuss, anspruchsvoller Unterhaltung und dem Eindringen in neue, unbekannte Welten aufspannt und somit ein besonderes Kinoerlebnis ermöglicht. Durch neue Betrachtungsweisen entstehen neue Eindrücke, die das gewohnte Weltbild an einigen Stellen erweitern und an anderen ins Wanken bringen können.

Das Filmprogramm wird während des Festivals von Panels, Publikumsdiskussionen und Workshops begleitet. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit werden Themen von Expert_innen aufgearbeitet und dem Publikum über verschiedene Kanäle zugänglich gemacht.

Wir freuen uns auf spannende zwölf Festivaltage voller Kino-Highlights und ermutigender Geschichten!


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FREE Screening

Killing Jesus - Cinema For Peace

CO, 2017
99 min., OmeU
Eine Studentin wird Augenzeugin eines politischen Mordes an ihrem eigenen Vater und schwört Rache. Die autobiografische Geschichte der jungen kolumbianischen Regisseurin Laura Mora sucht an Intensität und Dringlichkeit ihresgleichen. Meisterlich erzählt, mitreißend verkörpert und tiefgründig durchdacht. Ein Rausch von einem Film und vor allem ein humanistisches Manifest, wie es sich nicht nur das Weltkino, sondern die Welt wünscht. (TR)

FREE ENTRY
Screening in cooperation with Cinema For Peace

Dokumentarfilm

The Trial: The State of Russia vs Oleg Sentsov

EST, PL, CZ, 2017
75 min., OmeU
Oleg Sentsov ist ein ukrainischer Filmemacher, Euromaidan-Aktivist und stammt aus der Krim. Nach der russischen Annexion der Krim wurde er ein aktiver Gegner der Besatzung. Im Mai 2014 wurde er vom russischen Sicherheitsdienst festgenommen, wegen geplanter Terroranschläge angeklagt, nach Moskau gebracht und dort zu 20 Jahren Haft verurteilt. Askold Kurov verfolgt den Fortschritt des Prozesses und offenbart nach und nach eine absurde und erschreckende Geschichte darüber, wie jemand Opfer einer rücksichtslosen Staatsmaschinerie werden kann.
Dokumentarfilm

The Queen of Ireland - 360°

IE, 2015
86 min., OmeU
Pandora „Panti“ Bliss ist vieles: glamouröse Tante, Jessica Rabbit, sie ist eine Performerin mit Charisma und prägnantem Humor, die als eine der besten Drag Queens der Welt gilt. Von Rory O‘Neill erfunden, ist Panti eine Aktivistin per Zufall und in eigenen Worten „ein Hofnarr, dessen Rolle es ist, das Unsagbare zu sagen“. Dies ist ein Film, der Rorys Reise von der kleinen Mayo-Stadt Ballinrobe bis zur Weltbühne verfolgt. Der Film spielt die Szenen mit seinem Alter Ego Panti in dem Jahr, in dem sie zum Symbol für Irlands Marsch hin zur Gleichstellung der Ehe wurde.
In Zusammenarbeit mit ?"United Nation Information Service Vienna"
In Anwesenheit von Rory O‘Neill
Österreich Premiere
Freier Eintritt


Dokumentarfilm

The Demon Disease - 360°

DE, 2018
82 min., OmeU
In Westafrika hat die traditionelle Gesellschaft keinen Platz für Men- schen mit psychischen Erkrankungen und Epilepsie. Dämonen werden als Ursache für ihre Krankheiten gesehen, die als ansteckend gelten. Sie leben am Rande der Dörfer, in Gebetszentren oder wandern unbemerkt herum. Pastor Tankpari Guitanga hat beschlossen, diesen Menschen zu helfen und hat die lokale Hilfsorganisation Yenfaabima gegründet, deren revolutionäre Arbeit gerade erst beginnt.

In Zusammenarbeit mit "Kommision für Entwicklungsforschung" https://kef-research.at/

Mit anschließender Diskussion

Österreich Premiere
Dokumentarfilm

The Feeling of Being Watched - Up & Coming // GEWINNERFILM

US, 2018
105 min., OmeU
Die Grauzone zwischen Paranoia und der Wahrheit sei gefährlich, sagt die Journalistin und Filmemacherin Assia Boundaoui zu Beginn ihrer Doku. Sie stammt selbst aus einem arabisch-amerikanischen Vorort von Chicago, dessen Bewohner sich über Jahre hin überwacht vorkamen. Ein unangenehmes Gefühl, das sich als berechtigt herausstellte: In ihrer Recherche deckt Boundaoui auf, dass das FBI an ihrem Heimatort die größte Anti-Terror-Überwachungsoperation durchführte, die es in den USA vor 9/11 gab. Der augenöffnende Film ist zugleich Verschwörungsthriller und persönliche Reflexion über die Natur von Paranoia. (AS)
Österreich-Premiere
Dokumentarfilm

Complicit - working realities

US/CN, 2017
89 min., OmeU
Der Großteil der heute produzierten Smartphones stammt aus China. Die jungen Arbeiter_innen in den Fabriken erhoffen sich in Städten wie Shenzhen oder Guangzhou ein besseres Leben. Dass die Arbeitsbedingungen in dieser Industrie mehr als bedenklich sind, ist schon lange bekannt. Mehr als drei Jahre lang verfolgt Heather White den Kampf von Yi Ye Ting gegen den Gebrauch von verbotenen und giftigen Chemikalien in den Fabriken, welche zu Leukämie führen können. Der Film erlaubt einen seltenen Einblick in gegenwärtige Proteste in China. (JW)

In Anwesenheit von Heather White
Mit anschließender Diskussion

Ö.-PREMIERE
Dokumentarfilm

Dreaming Under Capitalism - working realities

BE, 2017
63 min., OmeU
Am Ende des Monats nicht bezahlt werden, Kollegen, die wie Zombies aussehen und das schrille Piepen des Scanners als penetranter Dauerhintergrund. In Sophie Bruneaus poetisch-politischem Dokumentarfilm erzählen zwölf Menschen von diesen und anderen (Alb-)Träumen, die sie von ihrem Arbeitsalltag heimsuchen. Anhand der Berichte und Interpretationen der Träumer entfaltet sich das Bild einer Welt, die von Leistungsdenken und neoliberalem Kapitalismus dominiert wird. Der essayistisch angelegte Film zeigt, dass der Einfluss widriger Arbeitsbedingungen auf unser Unbewusstes nicht zu unterschätzen ist. (AS)
Wien Premiere
Dokumentarfilm

Les Amoureux des Bancs Publics - arts / rights / justice

IT/TN, 2017
69 min., OmeU
Tanz, Gesang, Theater, Kino, Poesie und Malerei, aber auch Graffiti und Breakdance sind Ausprägungen kultureller Aktivität und drücken Pluralität aus. Der arabische Frühling in Tunesien begann 2011 mit dem Sturz des Autokraten Ben Ali und zog große politische Umwälzungen nach sich, die sich nun in kulturelle Umwälzungen verwandeln.

Österreich Premiere
In Zusammenarbeit mit #KlappeAuf
In collaboration with #KlappeAuf

Dokumentarfilm

Primas - embodied

CA / AR, 2017
100 min., OmeU
Die Cousinen Rocío und Aldana werden von ihrer Tante auf einem Weg begleitet, der sie ihre schmerzvollen Geschichten, geprägt durch Gewalt und sexuelle Übergriffe, verarbeiten lässt. Gemeinsam drücken sie ihre Gefühle im Theater und vor allem in der Beziehung zueinander aus. Ihre Körper werden dabei von ihnen zurückerobert und zum Inbegriff von Widerstandskraft und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Zwischen den bekannten Fragen des Erwachsenwerdens und dem Kampf mit der eigenen Vergangenheit entsteht ein intimes Portrait von zwei starken jungen Frauen, die zu einer Generation gehören wollen, die über Vergewaltigung spricht und die Kontrolle über ihre Lebensgeschichten zurück erobert. (LH)
Österreich Premiere
Dokumentarfilm

Good Luck - working realities

FR/DE, 2017
143 min., OmeU
Schweiß, Dreck und harte Arbeit hält diese Männer zusammen. Egal ob es die Bergarbeiter_innen sind, die das Kupfer aus dem serbischen Boden holen oder diejenigen, die im Dschungel von Surinam illegal nach Gold suchen. Der Medienkünstler Ben Russell porträtiert zwei unterschiedliche Gruppen von Bergarbeiter_innen, die am entgegengesetzten Ende der Welt dasselbe tun: dem Boden seine Schätze abgewinnen und dabei vor allem sich selbst ausbeuten. Licht und Dunkelheit, Höllenlärm und Totenstille prägen den Film, in dem sich Musik und Super16mm- Aufnahmen zu einer hypnotischen und halluzinativen Erfahrung verdichten. (AS)
Ö.-PREMIERE
Dokumentarfilm

Silvana - arts / rights / justice

SE, 2017
95 min., OmeU
Der Film begleitet die schwedische Rapperin Silvana Imam drei Jahre lang in ihrem Leben, beginnend beim Anfang ihrer Karriere. Wir sehen das filmische Portrait einer ambitionierten Frau, die viel zu sagen hat - provokativ und laut. Ihr Erfolg etabliert sie schnell zu einer künstlerischen Ikone, die lernt, zwischen öffentlichem und privatem Leben zu vermitteln.
Dokumentarfilm

Amal - 360°

EG/LB/DE/FR/NO/DK/QA, 2017
83 min., OmeU
Als Amal 11 Jahre alt ist, stirbt ihr Vater, der ihr beigebracht hat, furchtlos zu sein und für sich selbst einzustehen. Als Junge verkleidet nimmt sie deshalb während des Arabischen Frühlings an den Protesten auf dem Tahrir- Platz teil. Siam begegnete der damals 15-Jährigen und begleitet sie sechs Jahre lang. Die Coming of Age-Doku folgt Amal auf der Suche nach der eigenen Identität, Sexualität und ihrem Platz in einer Gesellschaft, die noch immer in patriarchalen Vorstellungen verharrt. (AS)

Mit anschließender Diskussion
In Kooperation mit Frauen*solidarität

Dokumentarfilm

Ohne diese Welt - tracks / movements

DE / AR, 115
115 min., OmeU
Abgeschottet von der Außenwelt leben sie ohne technische Errungenschaften wie ihre Vorfahren im 18. Jahrhundert: die Mennoniten. Sie sind eine deutschstämmige Minderheit, die einst wegen ihres Glaubens verfolgt wurde, eine Art Plattdeutsch spricht und sich nun im Norden Argentiniens angesiedelt hat. Fromm und arbeitsam gehen die Mitglieder der Gemeinschaft ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit nach, in der Schule ist die Bibel das einzige Lehrbuch. Die Filmemacherin Nora Fingscheidt lebte zwei Monate mit den Mennoniten und porträtierte das fremdartige Leben einer Gesellschaft zwischen Isolation und Wandel.
Österreich Premiere
Dokumentarfilm

A Cambodian Spring - cinema & human rights

GB/KH, 2017
126 min., OmeU
Kambodscha im Jahr 2009. Die Jahre der Kriege und Schreckensherrschaft scheinen endgültig überwunden. Das Land entwickelt sich rasch, die Wirtschaft wächst. Doch zu welchem Preis? Chris Kelly begleitet zwei Gemeinschaften bei ihrem Kampf gegen Landraub und Zwangsenteignung, unterstützt von einem Mönch gegen den Willen seiner buddhistischen Gemeinschaft. Immer wieder erlangen sie kleine Siege, doch diese bleiben schal, denn letztendlich ist es die Regierung, die als Sieger hervorgeht. Besonders schwer ist es mitanzusehen, wie eine der Gemeinschaften an ihrem Kampf gegen das System zerbricht. (JW)
Mit anschließender Diskussion

Ö.-PREMIERE
Spielfilm

Donbass - 360°

DE?UA?FR?NL?RO, 2018
121 min., OmeU
Das, was vom Leben übrig geblieben ist in der Ostukraine, ist nicht mehr als eine Farce. Der von Machtkämpfen, Korruption und Gier geprägte Alltag verkommt zu einem betont bizarren Schauspiel, dass sich auch wie eine Klammer um den Film legt. Loznitsa schickt den Zuschauer auf eine kafkaeske Reise durch die Irrungen und Wirrungen des seit 2014 andauernden Krieges in der Region, auf der sich episodisch miteinander verwoben, die Absurditäten des anhaltenden Konfliktes in all ihrer Unübersichtlichkeit die Klinke in die Hand geben. Ohne Hauptschauplatz und Protagonist_innen ergibt sich so durch das Zusammenbringen widersprüchlicher Elemente ein Kaleidoskop von Wirklichkeiten, das sich selbst in Frage stellt. (JPi)
Kurzfilmprogramm

YOUKI Shorts - 360°

Diverse, 2018
90 min., OmeU
YOUKI SHORTS
Das Kurzfilmprogramm der YOUKI gibt Einblick in die Grundidee des Internationalen Jugend Medien Festivals in Wels, Oberösterreich – junge Filmschaffende sollen eine Bühne haben, um ihre Werke zu zeigen, ohne den Anspruch perfekt sein zu müssen und um sich austauschen zu können. Das Wort „Probierraum“ fällt während der Festivalwoche im November nicht selten, es beschreibt die Motivation perfekt. In 9 Filmen jeden Genres und aus der gesamten Welt, von Filmschaffenden, die zwischen 10 und 26 Jahre alt sind, wandern die Themen von Millenials über Feminismus bis hin zu Rassismus – ebenso kritisch betrachtet wie die junge Generation global denkt. YOUKI will diesen Gedanken Raum schaffen, so auch hier als Gast beim this human world.
?freier Eintritt


Dokumentarfilm

Theatre of War - arts / rights / justice

AR/ES, 2018
81 min., OmeU
Fast fünfunddreißig Jahre nach dem Malvinas / Falkland-Krieg kommen drei britische und drei argentinische Veteranen zusammen, um ihre Erinnerungen auszutauschen und diese theatralisch nachzustellen.

Österreich Premiere
Dokumentarfilm

SILAS

CA/ZA/KE, 2017
80 min., OmeU (englisch)
Der Aktivist Silas kämpft in seiner Heimat Liberia gegen das illegale Abholzen geschützter Wälder durch multinationale Konzerne. Die Dokumentation gibt tiefen Einblick in die politischen Entwicklungen und Missstände des Landes, als auch in die Sorgen seiner Bewohner_innen, in deren persönlichem Leben sich die Folgen der Korruption zeigen, da ihnen Grund und Boden weggenommen werden. Sie folgt dem unermüdlichen Engagement von Silas und seinen Mitstreiter_innen, die auf ihren Rechten beharren und dem undurchsichtigen Spiel von Macht und Geld mit erhobenen Fäusten und Handys entgegentreten. (RW)
Wien Premiere

Dokumentarfilm

Beautiful Things - 360°

IT, 2017
94 min., OmeU
Szenen des Alltags, Menschen beim Feiern, Waschmaschinen,
Autos und schalltote Räume. Dazwischen Cargo-Schiffe, Müllverbrennungsanlagen und Bohrmaschinen für Erdöl - “das Blut der Erde”, wie es einer der dort Arbeitenden definiert. Auf surreale und abstrakte Weise werden diese dynamisch gefilmten Bilder zusammgengehalten von imposanten musikalischen Kompositionen, getaktet durch den Rhythmus der Maschinengeräusche, mit persönlichen Lebensgeschichten aus dem Arbeitsalltag unterlegt. Beautiful Things erzählt keine Geschichte, er beobachtet, er hört zu, er verbindet - und alles tanzt.
(JP)
Kurzfilmprogramm

EXPANDED SHORTS - CLOSED

50 min.,
Zum dritten Mal gibt es im Rahmen von this human world, eineWettbewerbssektion für Kurzfilm, in diesem Jahr auch wieder formal beschränkt auf Animationen und experimentelle Arbeiten, mit einer Länge von bis zu 15 Minuten.
Dokumentarfilm

Ex Shaman - 360°

BR, 2018
82 min., OmeU
Abwesend sitzt ein ehemaliger Schamane im Eingang der Kirche seines Dorfes. Den Blick abgewandt vom Gottesdienst, starrt er in eine uns örtlich und zeitlich unbekannte Richtung. Die Ruhe und fotographische Schönheit von Aufnahmen wie dieser kreieren ein Gefühl von Zeitlosigkeit und Unantastbarkeit, von genau dem, was der indigenen Gemeinschaft der Pater Surí im westlichen Brasilien weggenommen wurde. Die Dokumentation, in welcher die Linien zwischen dokumentarischer Genauigkeit und konstruierter Erzählung in schönster Form verschwimmen, zeigt die Gewichtigkeit von Perspektivität auf. (LH)
Dokumentarfilm

Iuventa - 360°

IT/DE, 2018
84 min., OmdU
2016, auf dem Höhepunkt der „Flüchtlingskrise“, beschließt eine Gruppe von 20-jährigen aus Deutschland, selbst in der Seenotrettung aktiv zu werden. Durch eine Crowdfunding Kampagne wird das Projekt Iuventa Realität. Cinque begleitet die Gruppe, aus der sich binnen eines Jahres ein Netzwerk mit politischen Forderungen entwickelt. Der naive Elan junger Menschen, aber auch ihr Tatendrang und ihre Menschlichkeit treffen auf die reale Brutalität der Flucht. (JPi)

In Kooperation mit European Union Agency for Fundamental Rights und KlappeAuf
Mit anschließender Diskussion
Vorfilm: europe 09/2015-09/201
Dokumentarfilm

The Family - International Competition

SI, 2017
106 min., OmeU
Als Matej mit zwanzig Vater wird, ist er selbst fast noch ein Kind. Er zockt gern, übt mit seinem geistig beeinträchtigten Bruder schießen, sieht fern. Zwei Monate nach der Geburt seiner Tochter trennt sich Matejs Freundin von ihm und lässt ihm keine andere Wahl, als um das Sorgerecht zu kämpfen. Ein bitterer und frustrierender Streit um die kleine Nia entspinnt sich, bei dem Matej schließlich eine radikale Entscheidung trifft. Regisseur Rok Bi?ek hat den jungen Slowenen und seine dysfunktionale Familie über zehn Jahre begleitet und legt mit Družina ein intimes, packendes Langzeitporträt vor. (AS)

In Anwesenheit von Rok Bicek
Österreichpremiere
Dokumentarfilm

Syria‘s Disappeared - 360°

UK, 2017
50 min., OmeU
Syria’s Disappeared erzählt die unbekannte Geschichte von zehntausenden Männern, Frauen und Kindern, die in einem Netzwerk geheimer Gefängnisse des syrischen Assad Regimes verschwanden. Basierend auf Beweisen die gegen das Regime gesammelt und aus Syrien geschmuggelt wurden, webt der Film persönliche Geschichten von drei Syrern und Syrerinnen zusammen. Der Film folgt Überlebenden syrischer Geheimgefängnisse, Familien von Häftlingen, Überläufern des Regimes und Ermittler_innen von Kriegsverbrechen, wie sie für die Strafverfolgung der Täter und verzweifelt für die Freilassung der Inhaftierten kämpfen.
In Zusammenarbeit mit "Universität Graz"
Mit anschließender Diskussion
Freier Eintritt

Österreich Premiere
Dokumentarfilm

Brücken über Brücken - Austrian Competition

AT, 2018
90 min., OF
Sieben Menschen unterschiedlicher Herkunft – sie sind Musiker_innen, Literat_innen, Maler_ innen, Schauspieler_innen, Tänzer_innen. Was sie verbindet ist ihre Leidenschaft für die Kunst. Vor diesem Hintergrund geben sie ihre Geschichte preis, erzählen von ihrem Inneren, ihrem Werdegang und ihrer Herkunft: Was bewegt sie? Was hat sie geprägt? Worüber denken sie nach? Wie sind sie geworden, wer sie sind? Der Film begleitet die Künstler_ innen zu Hause und am Ort ihres Wirkens, wodurch sich ein vielseitiges Portrait ihres Seins entfaltet. (JPi)

In Anwesenheit von Kenan Kilic
Weltpremiere


Dokumentarfilm

The Judge - 360°

PS/US, 2017
82 min., OmeU
Als junge Anwältin kämpft Kholoud Al-Faqih dafür, als erste Frau als Richterin im Scharia Gericht Palästinas arbeiten zu dürfen. Der Film setzt ein, als dieser Kampf bereits gewonnen ist - doch es soll nicht ihr letzter gewesen sein. Die patriarchalen Strukturen und das tiefe Misstrauen vieler gegenüber der Fähigkeit von Frauen, Recht zu sprechen, stellen sich ihr immer wieder in den Weg. Kholoud kämpft weiter, unbeirrbar, mit einem tiefen Glauben an das Rechtssystem. Der Film zeigt das Porträt einer inspirierenden und starken Frau, der das Schicksal derer, mit denen sie arbeitet, zutiefst am Herzen liegt.
In Zusammenarbeit mit OEAD

Österreich Premiere
Dokumentarfilm

#Widerstand - Up & Coming

DE, 2018
60 min., OmeU
Ingrid engagiert sich bei der „Identita?ren Bewegung“ in Wien. Helene setzt sich in Athen fu?r eine besondere Flu?chtlingsunterkunft ein. Aida macht politischen Poetryslam in Berlin. Die drei jungen Frauen sind Aktivistinnen, die sich auf ihre Weise mit den Themen Heimat und Herkunft, mit O?ffnen und Bewahren auseinandersetzen, sich stark machen fu?r ihre Sache. Die Dokumentation gibt drei deutliche Standpunkte spha?risch gestaltet wieder, stellt sie einander gegenu?ber und fu?hrt drei Blickwinkel zusammen, die ganz offenbar und parallel in der europa?ischen Gesellschaft von heute existieren. (JPi)
Österreich-Premiere

Dokumentarfilm

The Chinese Will Come - tracks & movements

RS, 2017
72 min., OmeU
Ein junges Paar, eine Supermarkt-Mitarbeiterin, ein Farmer. Chinesische Migranten seit mehr als 20 Jahren in Serbien lebend, hin- und hergerissen zwischen den Ambitionen auf ein besseres Leben, der Schwierigkeit der Integration und ihrem isolierten Leben. Währenddessen ist der chinesische Ministerpräsident auf seinem dreitätigen Besuch bei der serbischen Regierung. Gefeiert von Politik und Medien, die sich von den zukünftigen Investitionen wirtschaftlichen Wohlstand erhoffen, bleiben die chinesischen Communities jedoch weiterhin übersehen und unberührt. (MR)
Österreich Premiere
Dokumentarfilm

Women of the venezuelan chaos - 360°

FR/VE, 2017
83 min., OmeU
In den Läden gibt es kein Essen mehr zu kaufen, in den Krankenhäusern keine Medikamente. Die Kriminalität ist so hoch wie noch nie und das Justizsystem marode und korrupt. Die Regierung Venezuelas versucht vor der Welt und den eigenen Einwohner_innen zu vertuschen, dass das Land gerade die schlimmste Krise in seiner Geschichte erleidet. In der Dokumentation schildern fünf Venezolaner_innen unterschiedlichen Alters und Herkunft davon, wie die Lebensrealität ihrer Familien in einem Land aussieht, in dem das Chaos herrscht. (AS)
Mit anschließender Diskussion
in Kooperation mit Frauen*solidarität
Dokumentarfilm

Anote's Ark - 360°

CA, 2018
77 min., OmeU
Lange Zeit wähnen sich die Bewohner_innen Kiribatis weit weg vom Weltgeschehen. Doch dann nimmt die Klimakrise ihren Ausgang und ihre Insel droht im Meer zu versinken. Der Film folgt dem Präsidenten Kiribatis – dem namensgebenden Anote - bei seinem unermüdlichen Kampf um internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung. Gleichzeitig zeigt er das Schicksal einer jungen Mutter, die sich, obwohl sie ihre Insel liebt, gezwungen sieht
auszuwandern. In eindrucksvollen Bildern zeigt der Film, dass diejenigen, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind, oft am wenigsten dafür verantwortlich sind. (JW)
In Anwesenheit von Matthieu Rytz
Dokumentarfilm

Giants And The Morning After - International Competition

SE, 2018
86 min., OmeU
Der idealistische und offenherzige Bürgermeister des schwedischen Ydre bemüht sich um die Zukunft seiner immer kleiner werdenden Gemeinde. Eingebettet in Schwedens malerische und endlos wirkende Naturlandschaft, wird deren Nähe zum Rest des Landes schnell durch Themen wie EU-Regulationen und Flüchtlingskrise deutlich. Ein humorvoller Film über die Verantwortung und Liebe gegenüber einer kleinen Gemeinschaft am Rande Schwedens, wiedergegeben durch eine Mischung aus fantasievollen Fabeln, eine an Twin Peaks erinnernde Stimmung und die Einblicke in die Normalität des täglichen Lebens. (LH)

GIANTS AND THE MORNING AFTER
Händelser I Ydre

Ö.-PREMIERE
Dokumentarfilm

Passengers - Up & Coming

CZ, 2018
77 min., OmeU
„Irgendwo muss ich ja sein“, sagt Milan. Zu Beginn des Films ist dieses „irgendwo“ ein Kinderheim inmitten der tschechischen Provinz. Über sechs Jahre hinweg begleitet die Filmemacherin Milan und seine Freunde auf ihrem Weg vom Kinderheim ins Erwachsenenleben. Ohne Selbstmitleid und mit überraschender Offenheit gewähren die jungen Männer Einblicke in ihr Leben. Während der Film ihre Stärke und persönlichen Erfolge zeigt, verweist er auch auf die bittere soziale Realität, mit der die Protagonisten konfrontiert sind – Armut, Abhängigkeit, Diskriminierung, Gewalt – gegen andere, aber auch gegen sich selbst. (JW)
Österreich-Premiere
Dokumentarfilm

The Poetess - cinema & human rights

DE,AE, 2017
89 min., OmeU
2010 in Saudi-Arabien: In einer Welt, in der Frauen nicht autofahren dürfen, tritt Hissa Hilal als erste Frau in der TV-Show “Million’s Poet” auf die Bühne. Ein imposanter und inspirierender Film über eine unglaublich starke Persönlichkeit, die ihr Leben riskiert, um der ganzen Welt zu zeigen, dass es notwendig ist, das Wort zu ergreifen. The Poetess ist ein Film über den Mut, sich vorherrschenden patriarchalen Strukturen entgegenzustellen und über die Herausforderung vor 75 Millionen Zuseher_innen an einem restriktiven politischen System Kritik zu üben - lyrisch, live und in Vollverschleierung. (JP)

Mit anschließender Diskussion
#KlappeAuf Vorfilm: Singer // Riahi Brothers

#70yearshumanrights
Dokumentarfilm

A Man Can Make a Difference - 360°

DE, 2015
89 min.,
Benjamin Ferencz führt durch seine Vergangenheit als Chefankläger des Nürnberger Einsatzgruppen- Prozesses. Dabei wird er durch denselben Gerichtssaal begleitet, in welchem der Prozess damals stattgefunden hat und der für den Protagonisten zum Ausgangspunkt seines lebenslangen Zieles wurde: der Kampf gegen jene Kriegsverbrechen, die für einige der Beteiligten lieber in Vergessenheit geraten wären. In seiner Erzählung überschneiden sich seine persönliche Lebensgeschichte, die Entwicklung des Nürnberger Einsatzgruppen- Prozesses und die Entstehungsgeschichte eines internationalen Strafgerichtshofes.

In Zusammenarbeit mit KlappeAuf
Österreich Premiere
Dokumentarfilm

The Venerable W. - Radical Transformations

FRA/CH, 2017
100 min., OmeU
Rassismus und Islamophobie als Problem in einem zu 90 Prozent buddhistischen Land wie Burma? Klingt absurd, ist aber Realität, wie der erschreckende Film offenbart: Grund ist der so charismatische wie teuflische buddhistische Mönch Ashin Wirathu, der als geistiger Führer der Extremisten in Burma gilt. Seine Internetseite gehört zu den meistbesuchten des Landes, Wirathu hat Le Pen und Trump zu ihrem Sieg gratuliert.

Österreich Premiere
Dokumentarfilm

Game Girls - 360°

FR/DE, 2018
90 min., OmdU
Teri und ihre Partnerin Tiahna versuchen ihre Beziehung durch das von Obdachlosigkeit und Drogenhandel geprägte Viertel „Skid Row“ (L.A.) zu manövrieren. Die intime Nahaufnahme der Protagonistinnen ermöglicht einen Einblick in deren Alltag, welcher sowohl den Kampf mit Behörden und Uneinigkeiten über das Leben auf der Straße, als auch Zärtlichkeit und das Hoffen auf baldige Sicherheit beinhaltet. Obwohl an den Rand der Gesellschaft gedrängt, nehmen sie in ihrer gemeinsamen Geschichte keine Opferrollen ein, sondern stehen als selbstbestimmte, handelnde und hoffende Subjekte in deren
Mittelpunkt. (LH)

Vorfilm: Graffiti
Markus Wailand
Dokumentarfilm

A Woman Captured - working realities

HU, 2017
89 min., OmeU
„Das Glück ist nie dort, wo ich bin“, sagt Marish zu Beginn des Films. Sie ist eine von Tausenden, die in Ungarn in moderner Sklaverei leben. A woman captured folgt Marish in ihrem Alltag - einem Alltag voller Demütigungen und Gewalt. Tuza-Ritter legt den Fokus ganz auf Marish und im Laufe der Zeit entsteht eine enge Beziehung zwischen den beiden Frauen. Das wirft grundsätzliche Fragen für Dokumentarfilmer_innen auf - inwieweit fungieren sie als Zeug_ innen, inwieweit greifen sie ein? Irgendwann kann Marish nicht mehr und plant ihre Flucht. (JW)
In Anwesenheit von Bernadette Tuza-Ritter
Mit anschließender Diskussion

Wien Premiere
Dokumentarfilm

A Day for Susana - Up & Coming

BR/DE/UK, 2018
85 min., OmeU
Athlet_innen sind mit einem besonderen Kampfgeist ausgestattet. Mitunter sind es das Gefu?hl der Lebendigkeit oder der Wille zum Sieg, die sie antreiben. Doch welche Bedeutung erha?lt der Sport nach einem Schicksalsschlag? Die erfolgreiche brasilianische Triathletin Susana Schnarndorf Ribeiro bekommt die Diagnose einer unheilbaren, degenerativen Krankheit, durch welche sich ihre Muskelfunktion nach und nach einstellt. Sie beschließt, an den Paralympischen Spielen teilzunehmen. U?ber drei Jahre begleitet das Team um die Regisseure_innen Giovanna Giovanini und Rodrigo Boecker sie bei den Vorbereitungen und damit bei einem Kampf, der viel weitreichender ist, als nur aufs Podium zu gelangen. (JPi)
Österreich-Premiere
Dokumentarfilm

The Son - International Competition

RU, 2018
71 min., OmeU
Während einer militärischen Operation stirbt der 21-jährige Dima Ilukhin, Cousin des Regisseurs. Laut der russischen Armee erlitt der junge Mann 2013 einen Kopfschuss bei einem Einsatz in der nordkaukasischen Republik Dagestan. Der Tod des Soldaten ist Ausgangspunkt für Abaturovs Reflexion über das Militär. Zum einen begleitet der Film die Ausbildung neuer Rekruten in Sibirien, zugleich zeigt er aber auch Dimas Eltern, die mit der Trauer um den Tod ihres Sohnes kämpfen. Durch das Doppelporträt entsteht das Bild einer unbarmherzigen Regierung, die dem Tod geweihte, junge Killermaschinen ausbildet. (AS)
Ö.-PREMIERE
Dokumentarfilm

The European Grandma Project - Austrian Competition

AT, 2018
80 min., OmdU
Neun Filmemacherinnen aus unterschiedlichen La?ndern Europas geben in diesem Projekt Ein- blick in die Lebensgeschichten ihrer Großmu?tter, die alle um 1920 geboren wurden. Man spu?rt das große Vertrauen zu ihren Enkelinnen, wenn die neun Frauen sich vor der Kamera o?ffnen. Mit Wehmut, Schmerz und Witz sprechen sie u?ber die Trago?dien des Krieges und erza?hlen perso?nliche Anekdoten von Liebe und Alltag. Ihre Geschichten fließen ineinander und es entsteht nicht nur ein einfu?hlsames Portra?t ihres Lebens, sondern auch ein vielschichtiger Einblick in das unbesta?ndige Europa des 20. Jahrhunderts. (RW)
In Anwesenheit des Filmteams

Wien-Premiere
Dokumentarfilm

Silence is a Falling Body - Up & Coming

AR, 2017
75 min., OmeU
Als du geboren wurdest, starb ein Teil von Jaime.“ Mit dieser Aussage u?ber ihren verstorbenen Vater konfrontiert, begibt sich die Filmemacherin Agustina Comedi auf eine intime, filmische Spurensuche in dessen Vergangenheit. Mit 40 Jahren heiratete Jaime, bekam ein Kind und ließ sein altes Leben hinter sich. Anhand von Interviews und Videoaufnahmen aus dem Privatarchiv des Vaters, rekonstruiert die Filmemacherin Jaimes verborgene Identita?t. Und plo?tzlich zeigt der Film nicht mehr nur ein Einzelschicksal: Es geht um Homosexualita?t, Aids und politischen Aktivismus im Argentinien der 1970er- und 80er-Jahre. (AS)
Österreich-Premiere
Dokumentarfilm

Rote Erde Weißer Schnee - Austrian Competition

AT, 2018
71 min., OmeU
Christine Moderbacher begleitet Pfarrer Sabinus und ihren Vater auf eine Reise nach Nigeria. Gleichzeitig bedeutet dies, eine Reise in die Vergangenheit in Form von Erinnerungen an den Biafra Krieg der 1960er-Jahre und an die eigene Kindheit. In den unterschiedlichen Welten, die es in diesem Film zu vereinbaren gilt, ist die Frage nach einem Gott omnipräsent. Eine Vater-Tochter Reise bei der die Doppeldeutigkeit des Helfens und die Komplexität von Abhängigkeitsverhältnissen vor der Kulisse eines christlicher Missionsprojekts aufgezeigt werden. (CG)
In Anwesenheit von Christine Moderbacher

Wien-Premiere
Dokumentarfilm

Easy Lessons - tracks / movements

HU, 2018
78 min., OmeU
Die 15-jährige Kafia sollte in ihrer Heimat Somalia zwangsverheiratet werden. Auf der Flucht nach Deutschland, beschließt sie in Budapest zu bleiben. Dort lernt sie Ungarisch und macht einen Schulabschluss. Schnell passt sie sich an die Mehrheitsgesellschaft an, hat bald einen Freund, wechselt schließlich sogar ihren Glauben. Manchmal jedoch erhascht die Kamera einen Blick hinter die Oberfläche, dann ahnt man, dass auch sie zweifelt und mit sich zu ringen hat. (KP)
Österreich Premiere
in Kooperation mit European Union Agency for Fundamental Rights und stand129
In Anwesenheit von Dorottya Zurbó

Kurzfilmprogramm

Fair Festival Work Now

Workin‘ for a Livin‘ – Der Traum von der besten Arbeit

Ein Kurzfilmprogramm von VIS Vienna Shorts in Kooperation mit der Initiative Fair Festival Work Now, kuratiert von Marija Milovanovic und Julia Fabrick
Kurzfilmprogramm

Tricky Women Shorts - 360°

verschiedene, 2018
OmeU
TRICKY WOMEN SHORTS

In Kooperation mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft.

Anschließende Diskussion mit: Gleichbehandlungsanwaltschaft
freier Eintritt | free entry
Dokumentarfilm

In The Name Of Your Daughter - 360°

CA, TZ, 2018
84 min., OmeU
Rosie ist 12 Jahre alt. Ihre Mutter bereitet gerade ihre Beschneidung vor. Als sie in der Schule von „Female Genital Mutilation“ und dem „Safe House“ hört, beschließt sie davonzulaufen. Es ist „cutting season“ in Tanzania und obwohl FGM illegal ist, lebt die Tradition in vielen Dörfern fort. Mehr als zweihundert Mädchen haben gemeinsam mit Rosie Zuflucht im „Safe House“ gefunden. In the Name of Your Daughter zeigt intime Einblicke in die Leben der Mädchen und beleuchtet die Komplexität des Themas, die widersprüchlichen Gefühle der Kinder ihren Eltern gegenüber und die zutiefst patriarchalen Strukturen.
In Zusammenarbeit mit StopFGM Österreich ( http://www.stopfgm.net/)
Österreich Premiere

Dokumentarfilm

Habitat - Up & Coming

DE, 2017
79 min., OmeU
An den Ufern des gro?ßten ku?nstlichen Sees in Deutschland haben unterschiedliche Menschen ihre Heimat gefunden: ein ehemaliger Bergmann, eine Ornithologin, die auf die Ru?ckkehr eines seltenen Zugvogels wartet, ein Geflu?chteter aus Niger, der auf den positiven Bescheid seines Asylverfahrens hofft und ein kurdischer Poet, der versucht, seine Familie nach Deutschland zu holen. Die Doku zeigt in vier Episoden verschiedene Lebenswelten an einem Ort, der sich von einem Tagebaugebiet in ein Naturparadies verwandelt hat. Die genauen Beobachtungen ermo?glichen es, das Fremde aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. (AS)
Dokumentarfilm

Tranny Fag - embodied

BR, 2018
75 min., OmeU
„Ich werde der Widerspruch zu den Begriffen sein, die du kreiert hast!“, sagt Linn da Quebrada und lächelt dabei selbstbewusst, fast neckisch, in die Kamera. Als schwarze Transfrau aus den Favelas von São Paulo nützt sie Musik und Sprache, um gegen Brasiliens heteronormative Genderkonstrukte und dem vorherrschenden Machismo anzukämpfen. So verschafft uns Linn da Quebrada einen Einblick in ihre Vorstellung von Identität und Gender: nicht bestimmt durch Genitalien, losgelöst von fixen Kategorien, in ständiger Fluktuation. (LH)
Dokumentarfilm

Kein Halbes Leben - Austrian Competition

AT, 2018
70 min., OmeU
Nur ihre Hunde halfen Renate, den Tod ihres Mannes zu u?berwinden. Ausgehend von der Erfahrung der eigenen Mutter erkundet die Regisseurin Sybille Bauer das Verha?ltnis zwischen Hunden und ihren Besitzer_innen. Nicht nur fu?r Renate ist der Hund der beste Gefa?hrte, auch die beiden anderen Protagonist_innen Florian und Kerstin ha?ngen sehr an ihren Tieren. Obwohl die Lebenswelten nicht unterschiedlicher sein ko?nnten, zeigt die charmante Doku, wie die Hunde ihre Besitzer_innen bei der Bewa?ltigung schwerer Verluste unterstu?tzen. Ein intimer Einblick in drei besondere und erfu?llende Mensch-Tier-Beziehungen. (AS)

In Anwesenheit des Filmteams
Dokumentarfilm

Die Kunst der Widerrede - 360°

AT, DE, 2018
97 min., OF
Vier Studierende einer Münchner Universität werden bei der Vorbereitung auf und Teilnahme an dem „Jessup Moot Court“, dem weltweit größten Moot Court auf dem Gebiet des Völkerrechts, begleitet. Der fiktive Fall, den es zu behandeln gilt, bringt die jungen Erwachsenen nicht nur an den Rand ihrer körperlichen und akademischen Grenzen, sondern wirft zudem Fragen nach der Aktualität und Wirksamkeit des geltenden Völkerrechts auf. Der Wettbewerb bleibt zwar eine Simulation, die Herausforderungen, die der Fall bezüglich Cyber-Attacken und Spionage aufwirft sind jedoch Realität. (LH)

In Anwesenheit von Gereon Wetzel und Melanie Liebheit

Dokumentarfilm

Kalès - International Competition

BE, 2017
63 min., OmeU
4.000 bis 5.000 Menschen wohnten bis zu dessen Räumung im „Dschungel“ von Calais, dem illegalen Flüchtlingslager an der französischen Küste zu Großbritannien. Die von Bewohner_innen des Lagers selbst mitgestaltete Dokumentation legt das Leben und die Lebensbedingungen dort offen. Entstanden ist ein nahegehendes Zeugnis des unwürdigen, rauen Zeltlabyrinths in dem der Protagonist die Menge selbst ist: Zwischen improvisierten Kirchen, Läden und Plätzen entwickelte sich eine Parallelgesellschaft in der sich Hoffnungslosigkeit und Zuversicht der Individuen abwechseln, die von allen Enden der Welt ihre Geschichte mitgebracht haben und sich nun notdürftig arrangieren müssen. (JPi)
Wien Premiere
Dokumentarfilm

Common.places 2 - Austrian Competition

AT, 2018
74 min., OmeU
Sie sind groß, sie sind klein, sie sind jung, sie sind alt, sie sind dick, sie sind dünn, sie sind männlich und weiblich. Sie sind viele. Sie sind Opfer, sie sind Beobachtende, sie sind Helfende. Es passiert überall – im realen, wie im virtuellen Raum. In <common.places 2> erzählen 29 Frauen und Männer von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Sie schildern das Geschehene, geben ihre Reaktionen und ihre Gefühle preis. Dadurch, dass sie alle für sich einstehen, weisen sie über sich selbst hinaus. Der Film fungiert als Forum, entzieht der Belästigung die Banalität und leistet einen Beitrag zur Sensibilisierung der Gesellschaft. (JPi)
Dokumentarfilm

Pèp Souvren - Up & Coming

US, 2017
90 min., OmeU
Der Film folgt u?ber drei Jahre dem ta?glichen Leben der beiden politischen Aktivisten David Oxyge?ne und Izme Dessalines, die in den Ghettos von Port-Au-Prince in Haiti leben. Sie ka?mpfen fu?r Demokratie und Selbstbestimmung in einem Land, das vom Kolonialismus, zahlreichen Milita?rputschen und einer grausamen Cholera-Epidemie gebeutelt wurde. Nach den Wahlen 2015 stehen sich die beiden Protagonisten des Films plo?tzlich auf unterschiedlichen Seiten gegenu?ber: Dessalines begru?ßt die neue Regierung wa?hrend David gegen sie ka?mpft. In der Doku wird die perso?nliche Ebene des politischen Kampfes vieler Haitianer_innen spu?rbar. (AS)
Österreich-Premiere
Dokumentarfilm

Germania - Radical Transformations

DE, 2018
77 min., OmeU
Es ist ein geschlossener Kosmos, der ausschließlich Männern vorbehalten ist, in den Lion Bischof mit seiner Doku eindringt. Im Corps Germania, einer schlagenden Burschenschaft mitten in München, werden Bierkrüge geleert, deutsche Volkslieder gesungen und Mensuren ausgetragen. Hier gelten strikte Regeln und Hierarchien, hier werden die jungen Menschen zu „richtigen“ Männern erzogen. Irgendwo zwischen Strafliegestützen und stupiden Ritualen schlummert allerdings die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Der Film enthält sich jeglichen Kommentaren und lässt die Männer selbst zu Wort kommen. (AS)

In Zusammenarbeit mit Cinema Next und #KlappeAuf
Dokumentarfilm

The Limits Of Work - working realities

CZ, 2017
70 min., OmeU
Tschechien hat das fünftniedrigste Gehalt der EU. 2017 arbeiteten mehr als 20 Prozent der Tschechen für weniger als 83 tschechische Kronen (ca. 3,20 €) in der Stunde, teilweise unter schrecklichen und menschenunwürdigen Bedingungen. Die enthüllende Doku folgt der Journalistin Saša Uhlová, die sechs Monate lang undercover unter schockierenden Umständen in einigen der schlechtbezahltesten Jobs des Landes, zum Beispiel in einer Geflügelfarm oder in einer Müllsortierungsanlage, arbeitete. „The Limits of Work“ macht Missstände im Niedriglohnsektor sichtbar und schenkt den Betroffenen eine Stimme. (AS)
In Anwesenheit von Apolena Rychlíková
Dokumentarfilm

Alicia - International Competition

NL, 2017
93 min., OmeU
Die Filmemacherin begleitet die junge Alicia drei Jahre lang auf ihrem erschreckend frustrierenden Weg durch verschiedene Erziehungs- und Gesundheitseinrichtungen. Die kompromisslose Nähe der Kamera lässt Angst, Wut und Trauer eines perspektivenlosen Kindes auf der Suche nach Geborgenheit für Zuschauer*innen mitfühlbar werden.
Ö.-PREMIERE
Workshop

Filme sehen / Filme machen

„Jugend ohne Film“ stellt seit 2011 als einer der führenden unabhängigen deutschsprachigen Filmblogs ein Medium der kritischen Berichterstattung, eine Plattform für junge Schreibende und eine Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit aktuellem und historischem Film dar.

Dokumentarfilm

A Mother Brings Her Son To Be Shot - Radical Transformations

IE, 2017
84 min., OmeU
Seine Lieblingswaffe sei ein Beil, erklärt der 12-jährige Kevin der Filmemacherin Sinead O’Shea zu Beginn der erschütternden Doku. Für ihn und seinen traumatisierten älteren Bruder Philip gehören Gewehre und Gewalt zum Alltag in dem republikanischen Ghetto in Derry, Nordirland. Obwohl 1998 der Krieg offiziell endete, kommt es immer noch zu blutigen Ausschreitungen zwischen den unionistischen Protestanten und nationalistischen Katholiken.
Österreich Premiere

Spielfilm

Hard Paint - embodied

BR, 2018
118 min., OmeU
Der schüchterne Pedro wurde aus der Universität geworfen, wohnt
mit seiner Schwester im Plattenbau und verdient sein Geld mit erotischen Live Cam-Shows. Farben, Musik und Bewegungen wechseln im Film schlagartig und die Gegensätzlichkeit zwischen den Welten, in denen sich Pedro bewegt, wird deutlich. Die südbrasilianische Stadt wirkt grau, verlassen und befremdend. Wenn aber in seinem Zimmer die Webcam angeht und er zu performen beginnt, setzt eine Transformation ein. Dann versteckt sich der introvertierte Pedro hinter seinen Neonfarben, um Platz zu machen für „Garoto Neon“ („NeonBoy“). (LH)

Österreich Premiere
Dokumentarfilm

Rabot - 360°

BE, 2018
93 min., OmeU
Was passiert, wenn man zu viele Vögel in einen Käfig sperrt? Der
Film eröffnet gleich mit der Frage nach der einzigen Gemeinsamkeit, die Personen eines Wohngebäudes in einem Vorort von Gent verbindet – Lebensumstände unter prekären Bedingungen. Es sind die letzten paar Monate, in denen die Filmemacherin die Bewohner_innen in ihren Wohnungen begleitet, bevor das Haus abgerissen wird und sie umziehen müssen. Mit poetischer und respektvoller Kameraführung bekommen wir Einblick in ein Leben am Rande der Stadt, erfahren von Ängsten und Umbrüchen des Mit- und Nebeneinanders und von persönlichen Lebensschicksalen. (JP)

Mit anschließender Diskussion
Dokumentarfilm

Obscuro Barroco - International Competition

FR, GR, 2018
60 min., OmeU
Der experimentelle Dokumentarfilm begleitet Luana Muniz (1961-2017)–diezurIkonederqueerenSubkultur gewordene „Queen of Lapa“ - durch ihre Welt im pulsierenden Rio de Janeiro. Langsam und poetisch führt sie durch ihre Stadt, in der die Metamorphose alles bestimmt: „Geburt. Tod. Geburt. Wie das Atmen der Welt.“ Kranioti schafft es, uns in eine psychodelische Welt aus Farben, Formen und Menschen einzuführen, in der Wandel und Transformation bestaunt und zelebriert werden. Der Körper verliert dabei die physischen Grenzen des Individuums und wird zu etwas Intimem, Sozialem und Politischem, er befindet sich in ständiger Bewegung und Interaktion mit seinem Umfeld. (LH)
Ö.-PREMIERE
Dokumentarfilm

Anomalie - Austrian Competition

AT, 2018
81 min., OmeU
Wer oder was ist normal? Welche Rolle spielen Normen für unser Zusammenleben? Diese Fragen stellt sich der obdachlose Philosoph und bekennende „Irre“ Fritz Joachim Rudert. Er ist Initiator des „Lehrstuhls für Wahnsinn“ und versucht, die „ferngesteuerten Massen“ aus ihrem Wahn zu befreien. Tat- sächlich hat Rudert gemeinsam mit einem bundesweiten Verband gegen psychiatrische Gewalt in Deutschland ernst zu nehmende politische Erfolge. Die essayistische Doku begleitet Rudert und seine Mitstreiter_innen auf ihrer Mission und widmet sich dem Zusammenhang von Gesellschaftspolitik und psychiatrischer Diagnose. (AS)
In Anwesenheit des Filmteams

Wien-PremiereAT
Dokumentarfilm

The silence of the others - 360°

ES, US, 2018
95 min., OmeU
Mehr als 40 Jahre nach Francos Tod scheint Spanien von einer Amnesie erfasst. Franco? Schnee von gestern - wozu diese alten Geschichten aufwärmen? Mitverantwortlich dafür ist ein Amnestiegesetz, dass die Verbrecher_innen des Regimes nach dem Tod Francos vor Strafverfolgung schützte. Doch nun wehrt sich eine Gruppe Überlebender gegen dieses kollektive Vergessen, ihre grausamen Erlebnisse sollen endlich Gehör finden. Ihr Kampf um Gerechtigkeit bringt sie bis an ein Gericht in Argentinien, das helfen soll, die Schuldigen in Spanien zur Verantwortung zu ziehen. Doch können sie Jahrzehnte eines nationalen Vergessens überwinden? (JW)
Dokumentarfilm

IBI - tracks / movements

IT, 2018
64 min., OmeU
Drei Jahre Gefängnis. Ibitocho Sehounbiatou (Ibi) schmuggelte eine größere Menge Drogen über die italienische Grenze. Für eine bessere Zukunft – für ihre Mutter und ihre drei Kinder in Nigeria. Nach 15 Jahren, ohne Möglichkeit ihre Familie zu besuchen, beschließt sie, ihr Leben für sie filmisch aufzuzeichnen. Ihren Kampf für ein normales und selbstbestimmtes Leben, und ihr Dasein in Castel Volturno mit Salami, ihrem neuen Lebensgefährten. Ausgangspunkt waren für Regisseur Andrea Segre Ibi`s eigene Bildmaterialien aus denen er den Film fertigstellte.
Österreich Premiere
Dokumentarfilm

Island Of The Hungry Ghosts - International Competition

DE, AU, UK, 2018
94 min., OmeU
Immer im November migrieren die roten Krabben auf der Weihnachtsinsel vom Dschungel an den Strand, um dort ihre Eier abzulegen. Dieses dort ureigene Phänomen benutzt die Regisseurin Gabrielle Brady als Vehikel für ihre poetische Referenz zur aktuellen sogenannten „Flüchtlingskrise“. Der Film stellt in eindrücklichen, ruhigen Aufnahmen den autarken Rhythmus der Natur menschlichem Leben auf der Insel gegenüber und setzt gleichzeitig die Besiedlungsgeschichte mit dem Hier und Jetzt in Kontext. Dadurch wird uns vor Augen geführt, dass der Mensch im geschlossenen Mikrokosmos der Insel nur Gast ist, immer nur Gast war, immer Gast sein wird. (JPi)
Dokumentarfilm

Those Who Come, Will Hear - Up & Coming

Der Dokumentarfilm erforscht die komplexe Geschichte verschiedener indigener Sprachen Quebecs, deren Sprecher_innen darum kämpfen, diese und somit einen wichtigen Teil ihres Wissens und ihrer Identität, weiterzugeben. Abgebildet werden die Alltagswelten unterschiedlicher Gemeinschaften, wobei die Kontinuität von Sprache über verschiedene Generationen im Fokus steht. Die Alten finden Raum für ein Narrativ, welches sie in ihren eigenen Worten wiedergeben können. Dieser feinfühlige Zugang zur kollektiven Reflexion über den Wert von traditionellem Wissen, verleiht dem Film seinen facettenreichen Blickwinkel. (LH)
Österreich-Premiere
Dokumentarfilm

The Next Guardian - 360°

BT, HU, 2018
74 min., OmeU
Tashi möchte am Liebsten ein Junge sein und ihr Bruder Gyembo auf keinen Fall ein Mönch. Ihres Vaters größte Sorge ist das Fortbestehen des regionalen Klosters und damit der Landesgeschichte und Kultur. Mit ihrem Bruder durch wandert Tashi das Panorama ihrer ländlichen Nachbarschaft und macht sich über die ihrer Meinung nach veralteten Ideale ihrer Eltern lustig. An den beiden zeigen sich stellvertretend die neuen Ziele und Träume der Jugend in Buthan. Zwischen Buddhismus und Facebook,Fußball und Gebet, Mädchenkleidern und religiöser Tracht bildet The Next Guardian sensibel und humorvoll den Generationenkonfliktamanderen Ende der Welt ab.
Österreich Premiere
Spielfilm

Djon Àfrica - tracks / movement

T / BR / CV, 2018
95 min., OmeU
Miguel ist haltlos. Seine Zukunft ungewiss. Die Vergangenheit - ein blinder Fleck - der sich gespenstisch in seinem Leben breit gemacht hat. Sein Blick leert sich, wenn er darauf schaut. Aufgewachsen ist er unter der Obhut seiner Großmutter in Portugal. Eine Heimat hat er in den desolaten Verhältnissen dort nicht finden können. Die Wurzeln der Familie liegen auf Cabo Verde. Dort, vermutet er, ist auch sein Vater zurück geblieben, den er nur aus Erzählungen kennt. In der Vitrine eines Reisebüros entdeckt er zufällig ein Angebot für einen Flug dorthin. Das Schicksal ruft und Miguel hört hin.
WIEN Premiere
Dokumentarfilm

City Of The Sun - working realities

GE, US, QA, NE, 2017
100 min., OmeU
Die Zeiten des florierenden Mangan-Abbaus sind in Tschiatura Geschichte. Einst war die Stadt, in einem malerischen Tal gelegen, sowjetisches Bergbauzentrum. Heute gleicht sie einer dystopischen Industrieruine. Zwischen bröckelnden Bauten und verfallenden Plätzen halten die verbliebenen Bewohner_innen ihren Alltag aufrecht: Es bedarf Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen, beschäftigt zu bleiben. Anhand ausgewählter Portraits skizziert der Regisseur Rati Oneli das Leben nach dem Boom im Detroit Georgiens. in dem Arbeit und Beschäftigung auf kreative Weise neu definiert werden müssen. Eingefangen wird diese Schönheit der Ruhe durch eine stets zurückhaltende Kamera und meisterliche Lichtdramaturgie. (JPi)
Wien Premiere
Dokumentarfilm

Free Men - arts / rights / justice

CH, 2018
90 min., OmeU
„I can‘t show you my face, but I can tell you my story“ – die Geschichte eines zum Tode verurteilten Mannes, berichtet aus dem Gefängnis, von ihm selbst, per Telefon. Hoffnungsvoll und reflektiert erzählt Kenneth Reams, was sein Leben die letzten 20 Jahre im Gefängnis geprägt hat, während seine Lebenspartnerin draußen Kunstausstellungen organisiert und zusammen mit Reams Anwalt nicht müde wird, für eine Neuaufnahme der Verhandlungen zu kämpfen.
In Anwesenheit von Anne-Frédérique Widmann

Österreich Premiere
Spielfilm

Night comes on - 360°

US, 2018
86 min., OF
Die 18-jährige Angel verlässt die Jugendstrafanstalt mit nur ein paar Geldscheinen und einem leeren Handy. Sie wird zurück in eine Welt geworfen die sie systematisch ausgrenzt. Entfremdet von ihren Bekannten, kriegt Angel zu spüren, dass sie sich nur noch auf sich selbst verlassen kann. Nur ihre kleine Schwester Abby, die bei einer Pflegefamilie lebt, schenkt ihr ehrliche Aufmerksamkeit. Zusammen machen sie sich auf den Weg ans Meer und die Suche nach ihrem Vater, der für den Mord ihrer Mutter verantwortlich ist. Ein hartes, und doch intimes Porträt einer Schwesternschaft in einer feindseligen Landschaft, in der Kinder und junge Erwachsene sich selbst überlassen sind.

Vorfilm: Girl
Lowri Roberts, 2018, UK, 5 min., OF
Spielfilm

Sultry - 360°

BR, 2018
94 min., OmeU
Eine sengende schwüle Hitze erfasst Rio de Janeiro. Doch nicht nur das Wetter heizt die Stadt auf. Es herrschen klassenkampfähnliche Zustände, provoziert durch unrechtmäßige Enteignungen, die die Gesellschaft spalten. Ganze Nachbarschaften werden ihrer Geschichte und ihrer Zukunft beraubt. Mittendrin die Anwältin Ana, Betroffene und Beistand zugleich. Während die Stadt zerfällt, befällt Ana eine merkwürdige Krankheit. In einer artifiziellen Inszenierung verarbeitet der Film die dramatischen Geschehnisse rund um die Olymipade in Brasilien 2016. (JPi)
Mit anschließender Diskussion

Dokumentarfilm

Journey Through a Small Hole in a Glove

AT, DE, 2018
OmeU
Anna Schwingenschuh beleuchtet eine harmonisch verzaubernde, wenn auch raue Wirklichkeit der Wintermonate auf den Lofoten. Langsam, mit Blick fürs Detail begleitet Journey Through a Small Hole in a Glove die Idylle dieses Kontrasts. Poetisch wird von der Bewältigung sowie den Möglichkeiten des Lebens der dort lebenden Menschen erzählt. Neu Angekommene und lang Ansässige, beschreiben ihre individuelle Verbindung zu den Lofoten: die Magie der Nordlichter, Weite, Ruhe und den Alltag harter Arbeit. (CG)
In Anwesenheit von Anna Schwingenschuh

Wien-Premiere
Dokumentarfilm

Kinshasa Makambo - International Competition

CD, RF, CH, DE, NO, 2018
75 min., OmeU
Joseph Kabila, Präsident der Demokratischen Republik Kongo, bemüht sich im Jänner 2015 um eine Verfassungsänderung, die den Weg zu seiner dritten Amtszeit ebnen soll. Der Film dokumentiert aus nächster Nähe den Widerstand, der sich daraufhin entfaltet. Ben, Christian und Jean Marie verfolgen alle unterschiedliche Strategien des Protests, wodurch klar wird, dass auch innerhalb des Widerstands Uneinigkeit herrscht: Welche Rolle darf Gewalt zum Zweck des politischen Wandels spielen? Soll mit Politiker_innen kooperiert werden? Wie groß ist das Risiko, das es sich lohnt für den Widerstand einzugehen? (LH)
Dokumentarfilm

A skin so soft - embodied

CA / CH / FR, 2017
94 min., OmdU
A Skin So Soft verzichtet fast ganz auf Worte, um eine Gruppe muskulöser, von Disziplin und Leidenschaft getriebener Männer, für sich selbst sprechen zu lassen. Im Fokus stehen verschiedene Herausforderungen bei der Verkörperung des intimen und öffentlichen „Selbst“ in einer Welt aus Muskeln und Posen. Show und Kampf wird die Zeit der Vorbereitung, welche den gesamten Alltag durchzieht, gegenübergestellt und so gelingt ein umfassendes Bild über den Versuch, körperliche Grenzen zu sprengen. Dabei gelingt es, die Vielfältigkeit der Protagonisten jenseits der erwarteten Hypermaskulinität einzufangen. (LH)
Dokumentarfilm

No Place For a Rebel

Niederlande, 2017
76 min., OmeU (englisch)
Der ehemalige Kindersoldat Opono kehrt sechzehn Jahre nach seiner Verschleppung zurück in sein Heimatland Uganda. Der voller Empathie erzählte Film folgt seinen Bemühungen, ein neues Leben in einer Welt aufzubauen, deren gesellschaftliche Codes er nie wirklich gelernt hat.